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von Betty Noack.
Vergebung, ist das heutzutage eigentlich noch modern? Oder haben wir zu viele Möglichkeiten das zu umgehen?
Nehmen wir das Beispiel einer Freundschaft in der Schule. Zwei Mädchen sind die besten Freundinnen. Eines Tages erfährt eine der beiden, dass die andere ein Geheimnis weitererzählt hat. Was tut die Freundin, die es erzählt hat? Normalerweise wird sie bestimmt nicht zu ihrer Freundin hingehen und sie um Vergebung bitten und die andere Freundin würde ihr sicher auch gar nicht vergeben. Also?! Was passiert?
Jeder sucht sich neue Freunde und die Freundschaft ist vergessen. Aber die beste Lösung ist das für beide nicht. Die Freundin, die das Geheimnis erzählt hat, wird immer mit schlechtem Gewissen herumlaufen und die Freundin, von der das Geheimnis stammt, wird immer sauer sein. So werden sie nie darüber reden wieso, weshalb, warum ihre Freundschaft in die Brüche gegangen ist.
Wäre es nicht so viel einfacher gewesen, miteinander zu reden und um Vergebung zu bitten?! Die meisten Konflikte entstehen immer noch in der Familie und da kann man sich leider nicht so einfach aus dem Weg gehen und eine neue Familie suchen. Also was tun? Ich saß einmal mit einer sehr guten Freundin zusammen. Wir sprachen über Gott und die Welt. Unter anderem auch über Familien und Familienkonflikte. Sie sagte den sehr tiefgründigen Satz: „Gott hat uns nicht umsonst in diese Familie gesteckt und er hat uns diese Verbindungen nicht gegeben, dass wir dann vor den Konflikten weglaufen. Er hat uns diese Konflikte gegeben, um sie zu lösen und uns mit ihnen auseinanderzusetzen.“ Und wo, um ehrlich zu sein, können wir besser lernen uns mit Konflikten auseinanderzusetzen, als in der Familie? Die Vergebung dort ist viel einfacher durch die Liebe zueinander. Dadurch können wir leichter lernen, uns mit anderen Menschen auseinanderzusetzen und ihnen zu vergeben. Außerdem lehrt uns die Bibel: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“. Diese Aussage macht es uns einfacher zu vergeben, da wir dadurch die Bestätigung haben, dass das was wir tun, das Richtige für uns und den anderen ist.
Also das nächste mal, wenn wir uns in einer Situation befinden, in der wir überlegen, ob wir dem anderen denn wirklich vergeben sollten, lasst uns vergeben.
Eure Betty =)
PS.: Dieses Thema behandelten wir in meiner letzten Jugendgruppe in Amerika in meiner dortigen Kirchengemeinde. |