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Einige wissen es bereits: Wenn es um das Thema Beleuchtung, egal ob im Freien oder in der Wohnung geht, stehen bei mir die LEDs ganz oben. Nun probiere ich einmal die anscheinend noch sehr kostspielige Liebe zu begründen.
Seitdem die Abschaffung der "alten" Glühbirnen (von mir auch Mini-Heizkörper genannt), aufgrund des bevorstehenden Klimawandels und dessen Aufhaltung im Gespräch der Regierung ist, fing die ganze Geschichte an. Die Bundesregierung kündigte die stufenweise Herausnahme der elektrischen Leiter, die durch Stromfluss je nach Bauform auf 1500 - 3000 °C aufgeheizt werden und dadurch, laut dem Planckschen Gesetz, die elektromagnetische Strahlung in den sichtbaren Bereich emittieren = also anfangen zu leuchten, an. Kurz gesagt ging es um die langsame Herausnahme der Glühbirnen aus dem Handel.
Die Förderung der "neuen" Energiesparlampen schoss in die Höhe und selbige wurden als DIE Lösung angepriesen. "Da kann doch etwas nicht stimmen", dachte ich mir. Dass die Energiesparlampe, die Wunderleuchte der Neuzeit, Quecksilber und andere problematische Stoffe enthält, Elektrosmog an die Umgebung abgibt und bei Herstellung und Entsorgung viel Energie verbraucht und CO2 erzeugt wird, wurde dabei nicht erwähnt. In Deutschland werden nur ca. 10-20 % der Leuchtstoffröhren fachgerecht als Sondermüll entsorgt. Durch dieses Entsorgungsproblem gelangten laut Umweltverbänden im Jahr 2006 mehrere Hundert Kilogramm Quecksilber unkontrolliert in die Umwelt.
Zu diesem Zeitpunkt galt die LED noch als punktuelles weißes Licht, welches aus den kleinen stäbchenförmigen Mini-Taschenlampen leuchtete. Doch auch dort schritt die Entwicklung, vor allem Richtung Wohnbeleuchtung, natürlich langsamer, voran. Seit ca. einem Jahr fing ich an, kaputte Lampen durch LEDs zu ersetzen (hier sind nicht die NORMA-LEDs mit 1 Watt gemeint, sondern ab 3 Watt aufwärts). Gut entwickelte und bezahlbare LEDs haben heute schon eine Lichtausbeute von 70 Lumen / Watt, welches heißen würde, dass die Helligkeit bei einer 6 Watt LED und einer 40 Watt Glühbirne (ca. 13 Lumen / Watt) gleich wäre.
Was ist aber eigentlich eine LED?
LED heißt Licht emittierende Diode und da LEDs durch die Bewegung von Elektronen in einem Halbleitermaterial nur beleuchtet werden, brennen sie nicht durch, werden nicht heiß und enthalten keinerlei gefährliche Substanzen. Eigentlich ganz einfach; warum wurde die Technik noch nicht früher eingesetzt (man beachte die erste Entdeckung dieser Lichtform im Jahr 1876)?
Aber weiter im Text, kommen wir zu den Negativpunkten, die ich hier natürlich auch im wahrsten Sinne des Wortes "beleuchten" möchte. Der schwerwiegenste Punkt ist anscheinend der Kostenfaktor. Hier ist es aber sinnvoll in anderen Dimensionen zu denken. Meine Meinung: "Eine gute LED-Birne für die Wohnung die 20 Euro kostet ist günstig". Bei den meisten wird wohl spätestens in diesem Moment die Kinnlade herunterklappen, doch muss man hier einiges beachten. Rechnen wir doch einmal schnell die Amortisation aus, d. h. wie schnell die Mehranschaffung durch die Stromeinsparung und Lebensdauer zu einer herkömmlichen Glühbirne wieder eingespart ist, vorausgesetzt beide halten ihre komplette Lebensdauer über.
Wir rechnen mit einer 40 Watt-Glühbirne: Anschaffungspreis 0,75 Euro, Lebensdauer von 1.000 Stunden und einer 6 Watt-LED: Anschaffungspreis 20 Euro, Lebensdauer von 40.000 Stunden, bei einem Kilowattstunden-Preis von 0,23 Cent und einer täglichen Brenndauer von 5 Stunden.
Das Ergebnis: Die Mehranschaffung hat sich nach rund 492 Tagen (also knapp 1,5 Jahren) amortisiert und während der LED- Lebensdauer von knapp 22 Jahren!! wurden 322,80 Euro eingespart. Davon entfallen auf die 40x ausgewechselten Glühlampen 30,00 Euro (man beachte den Anschaffungspreis der LED). Nachrechnen ist erlaubt :-) .
Der andere Punkt ist die Leuchtfarbe "warm-weiß", die meistens ins Grünliche abweicht und manchmal doch etwas zu kühl ist. Dieses Problem gibt es bei Marken-LEDs von Philips etc... nicht, dort kosten die LEDs nur leider noch um die 30-60 Euro, die sich zwar auch amortisieren, man jedoch beim Kaufen schon beachtlich schlucken muss. Zum Thema Lichtfarbe heißt es also vergleichen, Bewertungen lesen und darauf warten bis das Angebot an LEDs weiter steigt. Und der Fortschritt läuft ungebremst.
In Zukunft werden wir übrigens keine normalen Wände mehr haben, sondern eine Art Tapete (OLED=organische Leuchtdiode genannt), die sobald wir in das Zimmer kommen in den unterschiedlichsten Farbtönen anfängt zu leuchten. Daran klebt ein aufrollbarer Fernseher mit OLED-Display und einer unglaublich natürlichen Farbwiedergabe. Dieses Thema heben wir uns jedoch für später auf.
Hoffentlich konnte ich euch ein neues Verständnis zum Thema LED schaffen und freue mich jetzt schon auf den ein oder anderen regen Austausch.
Lumineszierende Grüße - Euer Meiko.
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